22.02.13

Jugendämter - Macht oder Ohnmacht - Asperger Syndrom



Bis vor wenigen Monaten, wussten meine Frau und ich nicht, weshalb sich unser jüngster Sohn Lars ( 13 ) in seinen Verhaltensweisen stark verändert hat. In einem hamburger Therapie - Zentrum wurde dann ein Asperger Syndrom festgestellt. Asperger ist eine Form des Autismus. Lars bewältigt die meisten Aufgaben des täglichen Lebens mit Bravur, andere wiederum lehnt er komplett ab. Er muss für sich persönlich gewisse Rituale einhalten, sonst ist er schnell mit einer betimmten Situation überfordert.

Anfang Dezember 2012 erreichte uns ein Schreiben vom örtlichen Jugendamt, welches auf Anregung seiner Klassenlehrein verfasst wurde. Zu lesen war dort u.a. Die Schule befürchtet eine Kindeswohlgefährdung, da Lars sich in seinem sozialen Umfeld nicht altersgemäß verhält. Dubios daran ist, das weder meine Frau noch ich, zu einem persönlichen Gespräch in die Schule eingeladen wurden.
Wenige Tage später standen 2 Mitarbeiter des Jugendamtes vor der Tür und stellten uns viele Fragen. Hier nur eine davon: "Herr Böttcher, kann es sein, das Lars mit ihrer schweren Kreberkrankung überfordert ist?"


Vor 14 Tagen, kam es dann zu einer sogenannten Erziehungs - Konferenz im Jugendamt, zu der meine Frau und ich eingeladen wurden. Leider entwickelte sich diese Konferenz in ihrem Verlauf, mehr und mehr zur Farce.
Da saßen 8 Menschen in einem Raum, von denen 5 für Lars völlig fremd waren und stellten ihm viele merkwürdige Fragen. Schnell wurde uns klar, das Lars mit dieser ungewöhnlichen Situation völlig überfordert war. Hilfe rufend, ging der Blick zu uns. Ich musste einschreiten, mir wurde jedoch sofort Redeverbot erteilt.


Nach 43 Minuten hatte das Martyrium ein Ende und uns als Eltern wurde schnell klar, jetzt müssen wir handeln. Mein Sohn wurde nach nicht einmal 1 std. abgeurteilt, ihm wird mun für die Dauer von 6 Monaten ein sogenannter Betreuer zur Seite gestellt. Sollte sich sein Verhalten in dieser Zeit nicht gravierend ändern, wird die Unterbringung angeordnet.


Der letzte Satz, den mein Sohn zur Leiterin des Jugendamtes sagte: "Sie sehen nur meinen Körper, mich selbst sehen Sie nicht."
Ich muss noch erwähnen, Lars ist ein sehr liebenswertes, nicht aggressives Kind, es fehlt ihm an Nichts. In der Schule ist Lars in Mathe, seiner Altersgruppe weit voraus.


Wir haben umgehend 2 Anwälte mit der Prüfung des Falles eingeschaltet und fragen uns, was sollen wir verkehrt gemacht haben, nur weil unser Kind anders ist als andere?
Eine zermürbende Situation, die mich zunehmend wütender macht. In diesem Land passieren Dinge, die kaum vorstellbar sind - hatten wir das nicht alles schon vor 70 Jahren?? 


http://www.seniorbook.de/themen/kategorie/familie_und_partnerschaft/artikel/4678/jugendaemter___macht_oder_ohnmacht 

Kommentare:

  1. Anonym12:06

    Ach, Kinderklaudreckspack & Co. müssen sich immer wieder was Neues ausdenken. Hauptsache die müssen sich nicht alle von Schreibtisch bewegen, und es geht lockerleicht mit ne Mausklick ans Familiengericht! Was haben die sonst schlaues auf die Agenda um Kinderklau noch schneller zu machen? Vielleicht werden ausländische Eltern gezwungen ihre Kiddies einbürgern zulassen und wenn die sich verweigern, werden die Kinder sofort in der Obhut des Jugendamtes genommen? Oder gibt das mittlerweile schon?

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  2. Anonym08:10

    Interessant, interessant - in einem Kreis in BaWü werden autistische Kinder regelmäßig den Eltern per Familiengerichtsbeschluss entzogen und in Heime untergebracht. Das ist billiger als eine Schulbegleitung. Den Eltern werden von der Schule, Schulamt und Jugendamt massive Vorwürfe gemacht.

    In unserem Kreis sind wir die 6. Familie. Wir kämpfen für unser Kind - noch lebt er bei uns und besucht die Regelschule. Wahrscheinlich zum Frust der Lehrkräfte, weil wir Nachteilausgleich usw. fordern.

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  3. Das ist ja interessant! Welcher Kreis in BW ist das?


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